Maschinenbau in der Krise: 60.000 Arbeitsplätze weniger in 2009

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. (VDMA) rechnet für das laufende Jahr mit einem Wegfall von 60.000 Arbeitsplätzen im Maschinenbau-Sektor. Das sagte Verbandspräsident Manfred Wittenstein am Donnerstag in Frankfurt. Während nach Angaben des VDMA im ersten Halbjahr 2009 bereits etwa 18.000 Stellen gestrichen wurden könnte es im zweiten Halbjahr noch deutlich weiter nach unten gehen.

Nicht nur der inländische Absatz und der Export in die EU und USA ist stark zurückgegangen, sondern auch der Verkauf von Produkten in aufstrebende Länder wie Brasilien oder Indien ist um bis zu 30% geschrumpft.

Während die Verbände und Betriebe Anfang des Jahres noch recht optimistisch waren und von einem Ende der Talsohle sprachen ist es nun äußerst fraglich, wann die Aufträge wieder zunehmen werden. Die Auftragsbücher werden immer leerer, sodass mit weiterem Stellenabbau zu rechnen ist, falls sich die Auftragslage nicht in den kommenden Monaten drastisch verbessern wird.
Die Automobilkrise wirkt sich auf die nachgelagerten Branchen und Zweige (z.B. Schwerindustrie, Werkzeugmaschinen, Antriebstechnik usw.) mit vielen Monaten Verzögerung aus, während z.B. die Nahrungsmittelbranche (Nahrungsmittelmaschinen usw.) kaum Auswirkungen der Krise zu erwarten hat.

Wie immer in Kriesenzeiten ist es für Studenten und Absolventen ratsam, in Ihre Qualifizierung zu investieren und möglicherweise auch eine entsprechend andere Fachrichtung zu vertiefen.
Auch bietet sich ein Aufbaustudium oder eine Promotion an, sollte der Wunschjob nicht direkt verfügbar sein.

Bild: © andrmorl / PIXELIO

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