10 Stunden pro Woche: Die heilige Grenze?

Es gibt mehrere Grenzen der Beschäftigung als Hiwi. Eine davon (10 Stunden pro Woche) möchte ich in diesem Beitrag vorstellen und erklären.

Als Hiwi verdient man an der RWTH Aachen 9 Euro pro Stunde. Solang man unter 400 Euro bleibt bekommt man brutto=netto ausgezahlt. Darüber hinaus fallen Arbeitnehmeranteile zur Rentenversicherung usw. an, d.h. ihr bekommt netto nicht die vollen 9 Euro pro Stunde ausgezahlt.
Der Monatslohn errechnet sich durch die Multiplikation der Wochenstundenzahl mit 4,348. Die 4,348 ist der Durchschnitt von Wochen pro Monat (52 Wochen Pro Jahr/12 Monate pro Jahr= ca 4,348 Wochen pro Monat).
Urlaubs- und Weihnachtsgeld wird nicht mehr gezahlt (dafür gab es vor einiger Zeit die Erhöhung auf 9 Euro pro Stunde).

Die 10 Stunden Grenze

Wenn man in einer gesetzlichen Krankenkasse familienversichert ist (also kostenlos über die Mitgliedschaft von Mutter oder Vater) dann gibt es eine Obergrenze des Einkommens, ab der man sich selber versichern muss.
Die Techniker Krankenkasse schreibt z.B.:

Haben Sie ein regelmäßiges monatliches Gesamteinkommen von mehr als 360 Euro, fallen Sie aus der Familienversicherung heraus. Sie müssen sich dann in der Regel selbst versichern. Für Sie fällt dann der Studenten-Beitrag an. Arbeiten Sie als geringfügig Beschäftigte/r, also in einem so genannten Minijob, beträgt die Grenze 400 Euro.

Diese Regel gilt auch bei allen andere gesetzlichen Krankenkassen.
Unter 400 Euro wird man an der RWTH als "geringfügig beschäftigt" angestellt. Man darf also aus Sicht der Krankenkasse maximal 400 Euro im Monat verdienen um weiterhin kostenfrei über die Eltern krankenversichert zu sein.

Kurze Rechnung: 400 Euro / (9 Euro * 4,348) = 10 Stunden.
Also maximal 10 Stunden. Wer mehr verdient muss sich selber als Student(in) Krankenversichern.

Für Mitglieder von privaten Krankenkassen gibt es unterschiedliche Regelungen, du solltest dich also selbst informieren. Ich habe schon einmal von der Kindergeldgrenze (7680 Euro Einkommen in Jahr) als Bemessungsgrenze aber auch schonmal von dieser 400 Euro Grenze gehört.

2 Responses to “10 Stunden pro Woche: Die heilige Grenze?”

  1. mehr als 10 Stunden pro Woche: richtig planen! - Euro, Stunden, Monat, Woche, RWTH, Aachen - Maschinenbau-Studium in Aachen Says:

    [...] über 400 Euro im Monat verdiene musste ich mich nun auch studentisch Versichern (siehe auch: 10 Stunden pro Woche: Die heilige Grenze?). Die studentische Versicherung bei allen gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland kostet zur Zeit [...]

  2. Als Studi selber Krankenversichert: maximal 19 Stunden arbeiten pro Woche! - Stunden, Woche, Krankenkassen, Stufen, Schwelle, Haupberuflich - Maschinenbau-Studium in Aachen Says:

    [...] Krankenversicherung (die du brauchst, wenn du mehr als 400 Euro im Monat verdienst; siehe auch 10 Stunden pro Woche: Die heilige Grenze?) ist, dass du als Student mit Nebenjob eingestuft [...]

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